Kino Kino

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    • Unverhofft kam ich am heutigen Montagabend zu einem Kinoerlebnis, zu welchem ich ein paar Worte loswerden möchte. Wir waren in Knives Out - Mord ist Familiensache. Meine Erwartungen waren eine Mischung aus dem neusten Orient Express und anderen Sherlock Holmes-Imitaten. Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Ich wurde positiv enttäuscht. Der Film gibt mehr her, als der Trailer verspricht, und die Spannung kann von Anfang an über grosse Teile und bis zum Schluss des Filmes aufrecht erhalten werden. Zur Story oder anderen Punkten, die definitiv zu erwähnen wären, sage ich nichts, weil bereits wenige Informationen zu viel à Spoiler beinhalten würden. Die Charaktere sind herrlich. Ihre Schauspieler*innen passen quer durch die Bank und fast alle leisten einen hervorragenden Job, was ich selten äussern kann. Einige bekannte Namen zeigen, dass sie mehr können als die Rolle, mit der sie am meisten in Verbindung gebracht werden. Die Musik ist überlegt zusammengestellt und passt zu der bildlichen Szenerie, da scheint viel Mühe und Schweiss hingeflossen sein. Der Film beinhaltet verschiedene, sorgfältig ausgearbeitete Details aller Art, welche die Story und den Film als Ganzes abrunden und nichts unbeleuchtet lassen. Dazu gehört, unter anderem (! - mehr würde spoilern), auch ein wunderbarer, teils feiner und teils aussagekräftiger Humor, von dem es mehr geben sollte und zu dem man schlicht gerne lacht. Summa Summarum besitzt der Film in meinen Augen einen Hauch der Genialität, wie er in der heutigen Ideenschmiede seltener zustande kommt - in Konkurrenz zu allem, was schon à Filmen produziert worden ist.

      Ich gebe dem Film 9 von 10 Punkten - "wirklich grosses Kino".

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    • ab 6 | 1h 52min

      Das Team das letztes Jahr "your Name" gemacht hat, hat einen neuen Film am Start.

      Da es keine Darsteller gibt, beschäftige ich mich mal mit der Syncronisation.
      Viele schwören auf Japanisch mit Deutschem Untertitel (so auch mein Bruder, mit dem ich im Kino war).
      Ich nehm es wie es kommt. Aber wenn ich die Chance habe auf Syncronisiert, dann freu ich mich.
      So kann ich mich auf die Tollen Bilder Konzentrieren und muss nicht lesen.
      Ich finde, hier wurde, wieder ein mal ein Super Job gemacht.
      Die Bilder haben mich aus den Socken gehauen. Man kann gar nicht mehr unterscheiden, was ist jetzt
      Hand gemacht und was aus dem Computer.
      Die Story hat mir zwar gefallen, war aber jetzt auch nicht anspruchsvoll.
      Der Anfang (ca. 30 min.) ist etwas zäh, aber dann nimmt die Geschichte fahrt auf.
      Es geht um erste Liebe, erwachsen werden und ein wenig Sozialkritsches über die Japanische Geselschaft.
      Die Musik find ich ebenfalls richtig gut. Vor allem steigert sie sich mit dem Film immer mehr.

      Wem "your Name" gefallen hat oder wer auf Anime steht, der wird hier gut bedient.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 7/10


    • Altersfreigabe hab ich keine gefunden. Aber ich vermute mal ab 12-14 wäre angemessen.
      11 Episoden/ca. 45 min. mit Tamara Taylor, J.C. MacKenzie, Aurora Burghart

      Hab den Trailer mit Tamara Taylor (Bones) gesehen und musste mir die erste Folge gleich anschauen.
      Tja...... jetzt hab ich die komplette erste Staffel am WE durchgesuchtet.

      Vom Storyaufbau erinnert mich die Serie ein wenig an Buffy (dann aber eher an die Initiative).
      Am Anfang ist es Schwarz gegen Weiß. Monsterjäger killen Monster (Werwölfe, Vampire u.v.m.).
      Mit der Zeit schälen sich aber daraus immer mehr Gruppierungen und Allianzen.
      Anfängliche Freunde werden zu Feinden und umgekehrt.
      Die ganze Staffel ist ein weinig Düster gehalten, aber gefällt mir ausgesprochen gut der Look.
      Die Masken sehen für eine Fernsehserie schon ganz gut aus.
      Was mir auch gefällt, man wird nicht mit Effekten zugeschmissen.
      Der schluss wirkt ein wenig hastig, aber das ist Ansichtssache.

      Wer auf Mystery, Monster und ein wenig Action steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

      Für die erste Staffel gibt es von mir :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 8/10

      Ist vielleicht ein wenig hoch gegriffen, aber selten hat mich eine Serie so schnell gepackt.

      Hoffe mal es wird noch min. eine Staffel geben.
    • Eigentlich wollte ich diese Woche mal wieder ins Kino. Aber da ich die ganze Woche Krank im Bett lag, wurde daraus
      leider nichts. Dann mach ich halt Netflix an......



      ab 12 (schätz ich mal), Drama, Fantasy , 6x ca. 45 min. , David Stakston, Jonas Strand Gravli, Herman Tømmeraas

      Alleine der Titel hat mich neugierig gemacht. Es ist eine Norwegische Netflix Produktion.
      Man kennt keinen einzigen Darsteller (ausser man lebt in Norwegen).
      Wie man am Titel evtl. schon erkennt, handelt es sich um die Nordische Göttersaga.
      Der Kampf der Götter gegen die Riesen.
      Die Story ist richtig gut aufgebaut.
      Der Jugendliche Magne (David Stakston) und seine Familie, bestehend aus seiner Mutter und seinem Bruder Laurtis (Jonas Strand Gravli), kehren in ihre ehemalige Heimatstadt Edda in Norwegen zurück. Der Umzug folgte auf ein neues Jobangebot der alleinerziehenden Mutter, die beiden Teenager sind aber alles andere als begeistert. Bereits bei der Einfahrt in die Kleinstadt kommt es zu einer ersten seltsamen Begegnung zwischen Magne und einer älteren Anwohnerin, die ihn in eine unverständliche Konversation verwickelt. Hier wird schon deutlich, dass Magne eine besondere Rolle im Handlungsgeflecht einnehmen wird, denn an dieser Stelle zeigt sich zum ersten Mal implizit, dass der Junge übermenschliche Fähigkeiten hat.
      Es wird in keiner Folge langweilig und die Geschichte schreitet unentwegt voran.
      Der Look ist so wie man sich Norwegen so vorstellt. Kühl und nie richtig Dunkel (Mitternachtssommer).
      Die Effekte sind zwar Dünn gesät, sehen dafür aber richtig gut aus.
      Was aber besonders beeindruckt sind die Figuren und deren Entwicklung.
      Klar ist auch ein wenig Highschool, erste Liebe und Umwelt ein Thema.
      Das Ende ist evtl. etwas holprig und überrascht einen dann auch, das es schon da ist. Macht aber
      auch gleich hunger auf mehr.

      Wer auf Mystisches und Göttersagen steht, der wird hier wunderbar bedient.

      Leider hat die Serie nur 6 Folgen. Ich hoffe auf eine zweite Staffel und mehr Folgen.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 9/10
    • Wenn es kein Kino gibt, dann halt Streamen.



      ab 16 | 8x ca. 50min Aldís Amah Hamilton, Bergur Ebbi Benediktsson, Edda Björgvinsdóttir

      Die kurze Serie hat nichts mit den Nordischen Mythen zu tun.
      Das ist eine Nordic Noir Serie die in Island spielt.
      In Island ereignet sich der erste Serienmord der Landesgeschichte. Weil Ermittlerin Kata mit dem Fall überfordert ist, wird ein Profiler aus Oslo herbestellt. Gemeinsam geben die beiden ihr Bestes, den Mörder zu schnappen, während die Medien die Situation immer weiter eskalieren lassen. The Valhalla Murders ist eine langsame, aber düstere Kriminalgeschichte über eine Ermittlerin, die bis an ihre psychische Belastungsgrenze geht.
      Die Figuren wirken richtig Echt, mit ihren Problemen und Sorgen.
      Düster trifft es sehr gut. Die Geschichte um das Kinderheim Valhalla spielt im Isländischen Winter. Da wird es eh nie richtig hell.
      Die Geschichte schreitet langsam vorran. Das tut der Serie aber richtig gut.
      Es gibt einige tolle wendungen die man nicht kommen sieht, anderes wiederum können Krimi-Fans warscheinlich vorhersehen.
      Anscheinend soll die Synchronisation nicht so gut sein, was ich allerdings nicht bestätigen kann. Aber dafür kann man ja den Originalton
      mit Untertiteln ansehen.
      Die Bilder der Landschaften sind schon schön und werten die Serie schon noch ein wenig auf.

      Kann die Serie sehr empfehlen.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 8/10

      Wer gern eine Kritik sehen will, die gibt es hier: youtube.com/watch?v=dyZAfFN4l0E
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      ab 16 |ca 1h/Folge | Netflix Action, Drama, Sci-Fi Anthony Mackie, Chris Conner, Renée Elise Goldsberry, Will Yun Lee

      Seit ein paar Wochen ist die zweite Staffel von Alterd Carbon draußen.
      Sie schließt eigentlich natlos an die erste an. Gut, sie spielt ein paar Jahre später und Takeshi Kovacs bekommt einen
      neuen Sleve.
      Die Darsteller gefallen mir ausgesprochen gut. Ich vermisse zwar Joel Kinnaman als Takeshi, aber Anthony Mackie macht seine Sache richtig gut.
      Vor allem bin ich ein Fan von der Hotel KI Poe.
      Takeshi Kovacs , der einzige Überlebende einer Elitetruppe intergalaktischer Soldaten, kehrt für einen Auftrag auf seinen Heimatplanten Harlans World zurück. Dort soll er in einer Reihe von brutalen Morden ermitteln.Doch auch nach hunderten von Jahren will er noch immer seine verlorenen Liebe Quellcrist Falconer (Renée Elise Goldsberry) finden. Umso überraschter ist er, als er feststellt, dass seine neue Mission und seine Suche nach Quellcrist miteinander verbunden sind.
      Die Geschichte find ich richtig gut. Eher eine Kriminalgeschichte im Gewand der SF.
      Es gibt Philosophisches und Gewalttätiges.
      Die Bilder sind mal wieder erste Sahne. Cyber Punk wechselt sich mit Buntem und Sauberem ab.
      Die Effekte könnten etwas besser sein. Aber das ist nicht das wichtigste.
      Wem die erste Staffel gefallen hat und wer auf Cyber Punk und SF steht, der kommt hier auf seine Kosten.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 8/10

      The post was edited 1 time, last by Luc Sky ().

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      ab 12 | 46min/Folge Amazon Prime Patrick Stewart, Alison Pill, Isa Briones

      Ebenfalls seit ein paar Wochen gibt es die neueste Star Trek Serie: Picard
      Die Besetzung ist einfach grandios. Vor allem die Gaststars machen es zum vergnügen.
      Die Geschichte ist richtig gut.
      Gut, das Ende und einiges dazwischen mag vorhersehbar sein. Das tut der Geschichte aber nicht weh.
      Klar gibt es auch einige schwächen und Logiklöcher, aber auch das ist nicht ganz so schlimm, weil sie vom rest
      der Geschichte gut aufgefangen werden.
      Vor allem aber bleibt es bis zum schluss spannend.
      Die Bilder und Spezial Effekte sind (für eine Serie) grandios.
      Die Musik ist mir ebenfalls Positiv aufgefallen. Immer wieder taucht das Star Trek Thema auf.
      Endlich mal wieder eine Gute Star Trek Serie. Vor allem eine, die nicht in der Vergangenheit spielt.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 7/10
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      ab 18 | 1h 34min Netflix Ivan Massagué, Zorion Eguileor, Antonia San Juan

      Seit ein paar Tagen ist der Film "Der Schacht" auf Netflix zu sehen.
      Er ist im Moment auch fast in aller Munde.

      In „Der Schacht“ befindet sich Hauptfigur Goreng (Ivan Massagué) in einer Art vertikal aufgebauten Gefängnis, dessen Insassen
      durch einen Schacht in der Mitte mit Essen beliefert werden – nur wird das Essen dabei nicht auf jeder Ebene neu aufgefüllt, sondern
      muss bis zum Boden des Schachtes für alle genügen.

      Die Darsteller sind durch die reihe in Deutschland unbekannt.
      Sie machen ihre Sache aber alle sehr gut.
      Die Geschichte ist jetzt nicht sehr anspruchsvoll, aber trotzdem sehr interessant.
      Das Setting ist ungewöhnlich, wie die Geschichte selbst.
      Großartige Spezial Effekte gibt es jetzt nicht. Aber das braucht es auch nicht.
      Der Film spricht eher die Fantasie als das Auge an.
      Und da muss man sagen, man sollte schon einiges vertragen können.
      Zum Teil ist der Film grausam, brutal und verstörend.
      Er steigert sich immer mehr, bis zum schluß. Das Ende hingegen ist sehr unbefriedigend und kommt ein wenig plötzlich daher.
      Und das zieht den Film ein wenig nach unten.

      Von mir gibt es :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: 6/10